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Natürlich gibt es gute Filme, die aber zugleich schlecht sein können – Eine Antwort auf Mal Sehen von den Fünf Filmfreunden

Posted in Ästhetik, Film by imazined on 16/04/2010

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Die Frage, was ein guter Film ist, treibt junge Filmemacher noch mehr als junge Kritiker um. Schließlich will man ja gute Filme machen. Allerdings hat mich diese Frage auch die ersten ein, zwei Jahre massiv genervt. Denn diese Frage dient eigentlich nur zur Distinktion oder zur kulturellen Abgrenzung.

Die Kriterien, die Mal Sehen in seinem Artikel drüben bei den Filmfreunden auf den Tisch wirft – technische Fähigkeiten plus Individualität, erinnern doch ein wenig an einen anderen Film:

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In “Dead Poets Society” wird aus einem Standardwerk der Literaturtheorie vorgelesen. Die These lautet man solle die technische sprachliche Vollkommenheit eines Gedichts auf der X-Achse eines Koordinatensystems auftragen und seine Individualität auf die Y-Achse. An der Größe des so eingeschlossenen Raums könne man die Qualität eines Gedichtes ablesen. Dazu gibt’s auch nur den Kommentar “Excrements”

Was ist das Problem an solchen Theorien? Sie gehen von einem Blick auf die Kunst aus, inzwischen seit gut 150 Jahren veraltet sein dürfte. Dem Werk wird eine Bedeutung beigemessen, die das Werk niemals tragen kann. Was Kunst, und damit auch potentiell Film, macht, geschieht komplett im Kopf des Betrachters. Welche Rolle dabei Individualität oder Perfektion spielen, hängt von verschiedensten Faktoren ab.

Als Beispiel seien hier zwei Einstellungen auf ältere Männer gezeigt:

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Francis Ford Coppolas “The Godfather” steht seit Jahren auf einem Spitzenplätze in den Top 250 von imdb.com. “Festen” von Thomas Vinterberg auch – nur das Film auf technisch miesestem Videomaterial gedreht wurde und durchaus optisch sich hat inspirieren lassen.

Allerdings hat der Film zwei der Dinge, die notwendig sind, damit ein Film so ernst genommen wird, dass er in die Debatte passt: Er hat ein gutes Buch und glaubhafte Darsteller. Den Rest den entscheidet der Zuschauer und noch viel mehr die Geschichte. Diese wurde bei Mal Sehen leider komplett ausgespart. Es gibt da noch viel, viel mehr zu sehen als in dem kleinen Youtube-Video reinpasste.

P.S. The Boondock Saints ist nun wirklich kein guter Film!

Und als kleiner Geschmacksvergleich:

the films of the 2000s from Paul Proulx on Vimeo.

Das soll der gleiche Film sein? – Die Konferenz der Tiere

Posted in Film by imazined on 03/04/2010

Die geschätzte Constantin hat sich mal wieder eines Klassikers angenommen: Die Konferenz der Tiere, das erste Buch das ich komplett alleine gelesen habe. Dementsprechend verbunden bin ich mit dem Buch und nun habe ich diese beiden Trailer gesehen:

 

Das soll der gleiche Film sein, mal abgesehen von dem albernen Ice-Age-artigen Nagetier-Trottel? Und warum lässt mich die Szene aus dem zweiten Trailer mit dem Streit zwischen Gnus und Nashörnern gleich an Rassismus denken? Naja, ich bin mal sehr interessiert, wie das weitergeht.

Die Remakes und die Zweifel

Posted in Film by imazined on 31/03/2010

Gerade kam über mostlymovies der Hinweis auf eine Hülle von Remakes und Reboots in den USA:

mostly movies - remakes

Die Liste geht von Klassikern, die man bisher wahrscheinlich aus Respekt verschont hat, wie “The Birds”, über schon wieder (“Planet Of The Apes”) zu “American Pie”. Dieses Bild passt in das allgemein beschworene Sterben des Kinos. Allerdings drängt sich eher doch der Gedanke auf, dass dies vor allem Taktiken der Studios sind wieder sichere Blockbuster zu finden.

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Scarface in der Grundschulversion

Posted in Ästhetik, Film by imazined on 30/03/2010

WTF? Why? Interessant zu sehen, was das aus der Szene macht: Ein Grundschul-Theater spielt Brian De Palmas Scarface nach:

Danke an Peter für den Link!

Update: In dem Kommentaren bei Spreeblick tauchte in Link zu TMZ auf, der berichtet, dass es sich um ein Viral für irgendeine Lady Gaga Produktion handle.

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Hollywood in Zahlen

Posted in Film by imazined on 07/03/2010

Online MBA hat diese hübsche Infografik zu den Jahreszahlen der amerikanischen Filmindustrie veröffentlicht. Und sie zeigt ein paar interessante Fakten:

  • Es gibt noch viele kleine Kinos. Ein Viertel aller amerikanischen Kinos hat nur einen Saal. Und ein weiteres Drittel sind sogenannte Miniplexe mit bis zu sieben Leinwänden.
  • Warum gehen Leute in wirtschaftlich schweren Zeiten mehr Kino? Es ist billiger. Das betrifft wahrscheinlich eher den Mittelstand, als die wirklich Armen.
  • Und keiner der Top 10 Filme hat seinen Erfolg verdient. Als kleines Extra hier noch der Trailer zu “The Blind Side”, von dem ich noch nichts gehört hatte:

 

(Da würde ich mir eher die Vampir-Bibel-Lehrstunde anschauen)

Film industry by the numbers
Via: Online MBA, Via: /Film

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Kulturkino als Lifestyle

Posted in Ästhetik, Film by imazined on 24/01/2010
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Zwei Animationskurzfilme

Posted in Film by imazined on 04/01/2010

An und für sich kann man mich mit Animationskurzfilmen jagen, die Folgen von mehreren Jahren Berlinale-Kurzfilm-Vorführungen, aber was gestern Abend und heute morgen in meinem Feedreader auftauchte, ist super.

Zum einen: Storytime (1968) von Terry Gilliam

Zum anderen: Rabbit von Run Wrake

(beide via Nerdcore)

2009 war ein gutes Filmjahr

Posted in Film by imazined on 29/12/2009

Das war die Erkenntnis, die sich mir ergab, als ich mal Revue passieren ließ, was ich dieses Jahr alle im Kino sah. Deshalb die ungewertete Top-/Geht-so-/Och-Nö- und Will-ich noch-sehen-Liste:

(more…)

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Uwe Boll will’s mal wieder wissen: Schmeling

Posted in Film by imazined on 12/12/2009

Uwe Boll, der Regisseur zur Zeit mit zwei Filmen in den IMDB Bottom 100, verfilmt das Leben Max Schmelings mit Henry Maske als Schmeling.

Mit dem Boxen kennt sich Uwe Boll besser als seine Kritiker aus:

Kurzfilm: I Love Sarah Jane

Posted in Film by imazined on 05/12/2009

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Ein dreizehnjähriger Junge hat sich ein 17-jähriges Mädchen verliebt, das den ganzen Tag genervt vor dem Fernseher hängt und keinerlei Spaß daran hat mit den rüpelhaften Jungs in diesem amerikanischen Vorwort-Slum zusammenzuleben. Aber der Junge versucht immer wieder ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen, doch sie ist anscheinend abgelenkt, denn schließlich hat die Welt gerade eine Zombie-Epidemie halbwegs überstanden.

Der Regisseur Spencer Susser hat gerade seinen ersten Langspielfilm mit Nathalie Portman (The Darjeeling Limited, Garden State) und Joseph-Gordon Lewitt (Brick, (500) Days of Summer) fertiggestellt. Snip von Slashfilm:

After the tragic loss of his Mother, T.J., Along with his pill popping father (Wilson), are forced to live with his elderly Grandmother.  A young man with with a troubled past named Hesher (Levitt) assumes the role as both mentor and tormentor, leading T.J into troubles he could never have imagined. A young grocery clerk named Nicole (Portman) steps in to protect T.J from a vicious attack, and becomes the object of T.J’s fantasies. And Hesher moves into Grandma’s home, although uninvited, he is somehow accepted.

(via)